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13. RANDFILMFEST in Kassel


Berühmt, berüchtigt, radikal:
Vom 24. bis 27. September 2026 verwandeln sich die Bali-Kinos, das KiezKino und die Festivallounge in der Kubatur in ein kinematografisches Ausnahmegebiet. Bei seiner 13. Ausgabe streut sich das freudig-sperrige Festival gleich einen ganzen Sack Salz über die Schulter, kichert dabei fies und feiert die Unglückszahl als düstere Ästhetik.

Was euch dabei erwartet? Ein kompromissloses Programm, selbstverständlich abseits des Mainstreams:

19 Spielfilme rütteln an den Sehgewohnheiten.

35 Kurzfilme zeigen radikale Filmkunst.

Live-Performances, Talks und Workshops machen das Kino zur Grenzerfahrung.

Als kleinen Appetithappen zeigen wir euch hier einfach mal das, was das RANDFILM-Team für seinen Eröffnungstag zusammengestellt hat:

Unter dem umfassenden Mantel namens „Mutterabend“ wird im Großen BALi ein dichtes, hypnotisches Programm geboten.

Performance MOTHER, FOX AND HOLY GHOST (19:00 Uhr, Großes BALi): Ein magisches Schutzschild gegen den Aberglauben: Viktoria Dierksen und Tania Guarnieri eröffnen das Festival mit einem Wicca-Ritual. Untermalt von hypnotischen Drone-Sounds von Ann Antidote entsteht im Kinosaal eine ganz besondere Trance. Die Show nutzt archaische Symbole wie Feuer und Salz, um weibliche Urkraft spürbar zu machen und das Unglück der Zahl 13 zu vertreiben. Der Künstler Felix Renard steuert dazu ein raues Schwarz-Weiß-Video bei, das den Raum in eine düstere, kraftvolle Welt voller Mythen verwandelt.

Weltpremiere MUTTER, OH MUTTER: Ein visuell gewaltiger Kurzfilm von Niklas Reuse über einen Rattenvater, der sein totes Kind wieder zurückbringen will und dabei göttliche Hilfe erfleht. Puppen, Set und real verwesendes Leben weben ein stimmiges Ganzes.

Performance von Eric Petzoldt: Das weltbekannte SUSPIRIA-Mutterthema wird hier mittels Saxophon interpretiert und zelebriert.

Eröffnungsfilm SILENCIO (20:30 Uhr, Großes BALi): Eine Familie queerer Vampirschwestern, gefangen zwischen mittelalterlicher Pest und der HIV-Krise im Spanien der 80er Jahre. Der Vampir-Mythos wird komplett neu aufgezogen: Grelles Camp-Gothic trifft auf politisches Körperkino in einer Tragikomödie, die zwischen Kunst, Schmerz und Provokation keine Gefangenen macht.

Deutsche Kinopremiere ANYTHING THAT MOVES (21:00 Uhr, KiezKino): Für alle, die’s nicht so mit Fangzähnen haben, empfiehlt sich ein Abstecher ins KiezKino: Im Hinterzimmer-Kino der ältesten Videothek der Welt einen kinky Sexplotation-Slasher-Mix quer durch die Gossen von Chicago anschauen – das hat schon was!

J-Horror-Klassiker PULSE (22:00 Uhr, Großes BALi): Kiyoshi Kurosawas unheimliches Meisterwerk über melancholische Geister, die das Internet als Einfallstor nutzen, rundet den „Mutterabend“ ab. Und damit die darin verankerte Social-Media-Einsamkeit nicht allzu sehr um sich greift danach: Gleich neben dem BALi findet ihr eine feine Bar – und die Diskussionen und Gespräche über Film und alles wundervolle drumherum können beginnen!

Neugierig geworden? Lust auf RANDFILM?

Verständlich! Vor allem, weil die folgenden Tage unter anderem analogen 16mm-Körperhorror (BEGOTTEN), dystopische Stop-Motion-Welten (MAD GOD), Ausflüge in das bajuwarische Grauen und das große Finale mit den Rand Awards sowie wuchtigem Doom-Rock von BASALT parat halten.

Das komplette, detaillierte Programm für alle vier Festivaltage findet ihr hier!

Tickets (Einzeltickets ab 8,- € / Festivalpass für 60,- €) könnt ihr hier erwerben!

13. RANDFILMFEST in Kassel