Regie: Scott Cooper / USA 2015 / 122 Min.
Darsteller: Johnny Depp, Benedict Cumberbatch, Joel Edgerton, Kevin Bacon, Dakota Johnson, Peter Sarsgaard
Produktion: Scott Cooper, John Lesher, Brian Oliver
Freigabe: FSK 16
Verleih: Warner Bros.
Start: Bereits gestartet

 

Nicht selten geht es in Scott Coopers Filmen um männliche Protagonisten, die, obgleich sie mit selbstaufopfernder Hingabe handeln, zum Scheitern verurteilt sind. Häufig erzählt Cooper von zwei konträren Gegenübern, die ihre Profession zwar perfektioniert haben, in denen sich dennoch eine meist unbezwingbare Unzufriedenheit offenbart. Ein für sie signifikantes Problem scheint unüberwindbar. In CRAZY HEART war es Jeff Bridges’ Figur des Countrysängers, die in ihrem Privatleben scheitern musste, um ihrem Konterpart (der Alkoholsucht) das Handwerk zu legen. Man scheitert nicht nur an sich selbst, sondern ebenso aneinander.

Die Protagonistenkonstellation in BLACK MASS, dem nunmehr dritten Spielfilm des ausgebildeten Schauspielers, setzt dem irischstämmigen James Joseph „Whitey“ Bulger, Anführer einer kriminellen Bande und Bruder des Senators William M. Bulger, den FBI-Agenten John Connolly gegenüber, der mit Bulger kollaboriert und damit Bulgers Aufstieg zu einem der mächtigsten Gangster Amerikas ermöglicht.

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Nach Jeff Bridges in Coopers Debüt und zuletzt Christian Bale in AUGE UM AUGE trumpft diesmal Johnny Depp mit einer eindrucksvollen Verwandlung auf, nachdem seine infolge der FLUCH DER KARIBIK-Reihe exorbitant gestartete Karriere zuletzt mehrere Tiefpunkte erleiden musste, mit der Performance von Bulger auf.

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