GHOSTBUSTERS

Regie: Paul Feig / USA 2016 / 117 Min.

Darsteller: Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon, Leslie Jones, Charles Dance, Chris Hemsworth

Produktion: Amy Pascal, Ivan Reitman

Freigabe: FSK 12

Verleih: Sony

Start: 04.08.2016

 

Als die Ghostbusters zum letzten Mal die Welt retteten (oder besser gesagt New York, wobei, für New Yorker ist ihre Stadt ja auch gleich die Welt), da stand die Mauer noch. Ein Vierteljahrhundert vegetierte der nächste Film in der „development hell“, was hauptsächlich an der Weigerung Bill Murrays lag, ein weiteres Mal als Dr. Peter Venkman in Erscheinung zu treten. Die dadurch in ungeahnte Höhen geschnellte Erwartungshaltung der „Fans“ des Originals zu erfüllen obliegt nun Regisseur Paul Feig (BRAUTALARM), dessen Film sich mit dem Original messen lassen muss.

016

Die Geschichte der neuen Ghostbusters beginnt mit zwei erfolglosen Wissenschaftlerinnen, Erin Gilbert (Kirsten Wiig) und Abby Yates (Melissa McCarthy), die vor einigen Jahren gemeinsam ein qualitativ zweifelhaftes Buch über das Paranormale geschrieben hatten. Seitdem ist Erin ebenso zweifelhaft dabei, eine ernst zu nehmende Arbeit als Physikerin zu finden, während Abby immer noch an das Übernatürliche glaubt. Als es dann in New York tatsächlich zu spuken beginnt, raufen sich die beiden wieder zusammen, unterstützt von Abbys Assistentin Jillian (schrill: Kate McKinnon) und der U-Bahn-Bediensteten (!) Patty (Leslie Jones), um sämtlichen Gespenstern zu zeigen, wo in New York der Hammer hängt. Passend dazu haben sich die vier Geisterjägerinnen als Vorzimmer-„Dame“ auch Thor (richtig komisch: Chris Hemsworth) in selbiges geholt.

Die Handlung von GHOSTBUSTERS bietet wenig Neues, aber das würde man bei der Komödie am wenigsten erwarten, denn auch mit dem Original konnte man keinen Nobelpreis gewinnen. Die Frage ist eher, wie unterhaltsam der Film sich zwischen Humor und Spezialeffekten hin und her bewegt.

Und dabei ist GHOSTBUSTERS 2016 immer dann am besten, wenn der Film am schrägsten ist. Das passiert gerade dank des unkonventionellen Humors des kreativen Trios Wiig/McCarthy/Feig recht oft. Die verbalen Duelle Wiig-McCarthy sind auch vielleicht das moderne Äquivalent zum subtilen Humor eines Bill Murray. Dabei mag es sicher so einigen Fans des doch eher familienfreundlichen Originals sauer aufstoßen, weil das Team von BRAUTALARM sich damit das Popkulturgut von 1984 ein bisschen zu eigen macht. Genau dieser immer knapp an der Gürtellinie liegende Humor (der aber nie nur blöd ist) macht den Film aber erfrischend anders, eben weil er nicht versucht, es allen immer recht zu machen.

009