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INFINITE (NEU AUF PRIME)

Regie: Antoine Fuqua / USA 2021 / 106 Min.

Darsteller: Mark Wahlberg, Chiwetel Ejiofor, Sophie Cookson, Jason Mantzoukas, Rupert Friend, Toby Jones, Dylan O’Brien

Produktion: Mark Wahlberg, Antoine Fuqua, Valerii An, Rafi Crohn, Mark Huffam, Bradley J. Fischer, Lorenzo Di Bonaventura, Stephen Levinson, Mark Vahradian, Brian Oliver, John Zaozirny

Freigabe: FSK 16

Start: 24.09.2021

Antoine Fuqua das ist durchaus ein Name, der mein Filmherz höherschlagen lässt. Schließlich erschuf er gnadenlos gute Actionthriller wie SHOOTER, TRAINING DAY, TRÄNEN DER SONNE, THE EQUALIZER oder das sensationelle Boxer-Drama SOUTHPAW. Für mich ist dieser Kerl ein Meister seines Fachs, dessen Können viel zu oft nicht gewürdigt wird, ähnlich wie bei Gavin O’Connor (WARRIOR, THE ACCOUNTANT), der mir auch sensationelle Filmstunden schenkte. So war ich nun sehr gespannt auf Fuquas neuesten Streich. Die Kritiken, die ich im Vorhinein las, waren vernichtend, das machte mich aber nur noch neugieriger. Vor allem liest sich die Grundprämisse schon angenehm überdreht.

Evan McCauley ist ein Niemand, der seit Jahren angeblich an Schizophrenie leidet. Er hat Fähigkeiten, die er nie erlernt hat, und Erinnerungen an Orte, die er nie besucht hat. Am Rande des Nervenzusammenbruchs hilft ihm eine geheime Gruppe, die sich „Infinites“ nennt und enthüllt, dass seine Erinnerungen real sind. Noch dazu wird er in einen ewig währenden Krieg hineingezogen, den er noch nicht versteht. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

Regisseur Antoine Fuqua inszeniert mit INFINITE einen lupenreinen Popcorn-Hirn-aus-Science-Fiction-Actioner, der keinen Hehl daraus macht, was er sein will: seichte Unterhaltung mit wundervoller Optik. Hier muss man Logik und Figurenzeichnung ganz hinten anstellen, um sich auf dieses Spektakel einlassen zu können.

Normalerweise sind das keine Indizien dafür, einen guten Film vor sich zu haben. Das ist INFINITE auch nicht, aber dafür macht er über weite Strecken mächtig Laune.

INFINITE hält sich nicht lange mit Belanglosigkeiten auf, die in so einem Film sowieso nichts zu suchen haben. Hier kracht und scheppert es gleich von Beginn an. Autos werden gecrasht, Menschen werden getötet, und der Grundstein für einen irren Wettlauf gegen die Zeit wird gelegt.

Danach wird das Tempo ein wenig gedrosselt, und die Geschichte verläuft zwar vorhersehbar, aber entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem wahnwitzigen Reinkarnations-Trip im hochglanzpolierten Science-Fiction-Gewand. Mark Wahlberg und seine Schauspielkollegen versuchen, das Bestmögliche aus diesem Irrsinn herauszuholen, was ihnen über weite Strecken auch gelingt. Die Spannungsarmut, die hölzernen Dialoge und die komplett blödsinnige Storyline blenden wir einfach aus. Ja, so machen wir das, dann macht der Film wirklich Spaß. Antoine Fuqua in allen Ehren, aber INFINITE ist mit großem Abstand sein schlechtester Film, aber als Guilty Pleasure funktioniert er allemal.

INFINITE ist leichte Action-Kost mit starken Bildern, guten Effekten, oberflächlichen, aber liebenswerten Figuren und einer irrwitzigen Prämisse, die zum Hirnausschalten animiert. Eine charmante und kurzweilige Achterbahnfahrt mit prominentem Cast in absoluter Spiellaune. INFINITE bedient viele Klischees, macht aber mächtig Spaß. Ein sympathisches Actionfeuerwerk ohne großen Anspruch und mit Logiklöchern, so groß wie ein verdammtes schwarzes Loch. Ist dennoch geil, mal sein Gehirn auszuschalten. (Thomas P. Groh)

HIRN AUS – ACTION AN … VIELLEICHT DIE GEBURT EINES BIG-BUDGET-GUILTY-PLEASURES

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INFINITE (NEU AUF PRIME)

Regie: Antoine Fuqua / USA 2021 / 106 Min.

Darsteller: Mark Wahlberg, Chiwetel Ejiofor, Sophie Cookson, Jason Mantzoukas, Rupert Friend, Toby Jones, Dylan O’Brien

Produktion: Mark Wahlberg, Antoine Fuqua, Valerii An, Rafi Crohn, Mark Huffam, Bradley J. Fischer, Lorenzo Di Bonaventura, Stephen Levinson, Mark Vahradian, Brian Oliver, John Zaozirny

Freigabe: FSK 16

Start: 24.09.2021

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