Regie: Daniel Espinosa / USA 2017/ 103 Min.

Darsteller: Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds, Hiroyuki Sanada, Ariyon Bakare, Olga Dihovichnaya

Produktion: David Ellison, Dana Goldberg, Bonnie Curtis, Julie Lynn

Freigabe: FSK 16

Verleih: Sony Pictures

Start: 23.03.2017

 

Die Mutter aller Alien-Filme ist, bleibt und wird für immer ebendieser sein: ALIEN. Was Ridley Scott 1979 erschuf, steht nicht nur am Beginn, sondern seit jeher an der Spitze dieses Science-Fiction-(Sub-)Genres. Jeder Frame in Scotts Film ist ein visuelles Meisterwerk, H. R. Gigers sexuell aufgeladenes Monster ist bis dato unübertroffen. Dazu die Handlung, in der die Menschheit in der Zukunft trotz technischen Fortschritts am Rande der Auslöschung steht, bedrängt von einer unbekannten, körperlich überlegenen Kreatur auf der einen, einer künstlichen Intelligenz auf der anderen und der eigenen Gier auf einer dritten Seite, all das gab es in ALIEN in höchster Vollendung. Weder die eigenen Fortsetzungen, von denen Camerons gelungene Full-Combat-Variante ALIENS – DIE RÜCKKEHR (1986) noch am besten hervorsticht, noch originelle Adaptionen wie McTiernans PREDATOR (1987) konnten daran etwas ändern.

 

Auch in LIFE kann man viel von ALIEN sehen. Kann man, muss man aber nicht, denn der Film des schwedischen Regisseurs Daniel Espinosa (SAFE HOUSE, KIND 44) bietet genug eigene Ideen, um Scotts Meisterstreich mal für 103 Minuten außen vor zu lassen:

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Am Anfang steht nicht wie so oft ein gigantisches Raumschiff, das nach und nach den Sternenhimmel füllt, sondern das übermächtige Weltall, in dem eine unbemannte Sonde fast verloren umherschwebt. Sie ist auf dem Rückweg vom Mars, von wo sie Materialproben zur Internationalen Raumstation ISS bringen soll. Denn LIFE spielt nicht in einer ungewissen Zukunft, sondern knüpft an unsere unmittelbare Gegenwart an.

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