Man erinnert sich noch sehr genau an das allererste Laptop, auf dem das eine oder andere Spiel möglich war. Es war ein Laptop, welches einer großformatigen Bibel ähnelte. Dabei war es nicht einmal ein extra fürs Gaming ausgelegter Laptop. Gaming-Laptops wurden zu dieser Zeit in der Community der PC-Bauer und „ernsthaften“ Zocker belächelt und fristeten ein Nischendasein. Damit ist zum Glück seit vielen Jahren Schluss. Die Hardware hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, und immer vorne mit dabei waren Grafikkarten von Nvidia. Deren Desktop-GPUs waren schon immer tonangebend, aber spätestens mit der Einführung von DLSS und (Echtzeit-)Raytracing seit der 20er-Serie kann man sie auch als wegweisend bezeichnen. Nun gab es im Bereich der Desktop-GPUs zwar große technische Fortschritte, die eigentliche Größe der Grafikkarten blieb jedoch eher gleich oder nahm aufgrund der nötigen Wärmeableitung sogar zu. Ganz anders verhielt es sich hingegen bei den mobilen GPUs, welche in Laptops verbaut wurden. Plötzlich waren dank künstlicher Intelligenz Leistungsfortschritte möglich, welche zuvor undenkbar waren, und das bei gleichbleibender Bauart. Zwar weiß jeder Gamer, dass die Laptop-Versionen trotz gleicher Namensgebung ein anderes Leistungsspektrum bedienen als die großen Geschwister in großen Desktop-PCs, aber das Zocken auf einem Laptop ist nunmehr definitiv keine Randerscheinung mehr. Sehr viele Menschen steigen aufgrund der guten Nutzungsmöglichkeiten sogar auf einen Laptop um. Mal eben schnell vormittags auf dem Laptop arbeiten und am Abend dem Hobby nachgehen, und das alles, ohne viel Platz zu brauchen. Vielleicht ist der Laptop sogar der eigentliche Champion der technischen Entwicklung im Bereich der GPUs …

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So oder so testen wir viele unserer Games auch auf Laptops, und so haben wir es auch bei zwei aktuellen und technisch interessanten Titeln getan. SENUA’S SAGA: HELLBLADE II ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, jedoch erhielt die PC-Version vor Kurzem ein Enhanced-Update. Dieses hat die Grafikoption „Sehr Hoch“ sowie die Unterstützung von DLSS 4 inklusive Multi Frame Generation eingeführt.

Das Grafikgerüst basiert weiterhin auf der schicken Unreal 5.3 Engine, aber durch die neuen Features sieht nun alles schärfer und immersiver aus und bei Zuschaltung von DLSS 4 auch flüssiger! Und da Immersion bei HELLBLADE II das A und O ist, sollte man das Game unbedingt mit dem neuen Enhanced-Update spielen.

Ein weiterer Titel, welcher in vielen Kreisen als Kandidat für den „Game of the Year“-Award gefeiert wird, ist CLAIR OBSCUR: EXPEDITION 33.

Das Spiel sah bereits zum Release super aus, aber dank eines kürzlich erschienenen Updates wurde DLSS 4 mit Multi Frame Generation, DLSS Frame Generation und Nvidia Reflex implementiert. Es profitieren also sowohl Nutzer der 50er- als auch die der 40er-Serie.

Im Folgenden haben wir die Titel und deren neue Updates auf drei Laptops getestet, die unterschiedliche Leistungsklassen bedienen. Gemein haben sie aber alle, dass es sich um Laptops handelt, welche schmal, leicht und sehr mobil sind!
ASUS PROART P16
Hersteller: ASUS ProArt
Display: 16“ OLED, WQXGA+ (2.880 x 1.800), 120 Hz
Grafikkarte: Nvidia RTX 5070
Prozessor: AMD Ryzen AI 9 HX 370
Speicher: 2 TB SSD, 64 GB RAM

ASUS will mit seiner ProArt-Serie vor allem professionelle Content Creators ansprechen. Besonders Bildbearbeitung und Rendern benötigen dabei viel Leistung und ziehen diese neben dem Prozessor vor allem aus der Grafikkarte. Warum also nicht die Arbeit mit dem Spaß verbinden? Die sogenannten StudioBooks sehen schlicht und elegant aus, sind für den mobilen Einsatz gemacht und bieten enorme Leistung bei geringer Geräuschkulisse. Wer nicht explizit das auffällige oder teils futuristische Design eines Gaming-Laptops bevorzugt, kann sich getrost auch mal bei der ProArt-Serie umschauen. Aktuell wurde das 16“ große P16-Notebook auf die neue 50er-Grafikkartengeneration geupdatet. Das P16 ähnelt am ehesten einem klassischen Laptop, kommt jedoch mit einem sehr robusten Aluminiumgehäuse und einem Touchdisplay daher. Natürlich sind aufgrund des potenziellen Einsatzes für Fotografie auch Kartenslots und diverse schnelle Anschlüsse vorhanden. Zudem sei jedem das DialPad ans Herz gelegt. Hier lassen sich einige Befehle bequem auf ein extra dafür ausgelegtes Pad legen, was den Workflow beschleunigt. Das Ganze kommt mit grade mal 1,85 Kilo daher und misst in der Höhe nur 14,9 mm. Beim Vorgänger wurde häufig das 60-Hz-Display als Kritikpunkt angemerkt. Zwar sollte dieses bei professionellen Anwendungen in den meisten Fällen genügen, jedoch sind 60 Hz und damit einhergehend 60 Bilder pro Sekunde (FPS) beispielsweise zum Zocken eher im unteren Bereich der Skala anzusiedeln. Beim neusten P16 sind daher 120 Hz möglich, was es auch ideal für den Gamingspaß macht! HELLBLADE II lief insgesamt flüssig im neuen Grafikmodus „Sehr Hoch“, jedoch kostet die neue Schärfe auch Leistung. Knapp zwanzig Prozent FPS müssen im Gegensatz zu der Einstellung „Hoch“ eingebüßt werden. Ein Glück kann man DLSS 4 Multi Frame Generation und zudem DLSS 4 Super Resolution (per Nvidia-App) aktivieren und die Leistung wieder einfangen!

PREDATOR HELIOS Neo 16S AI
Hersteller: ACER PREDATOR
Display: 16“ OLED, WQXGA+ (2.560 x 1.600), 240 Hz
Grafikkarte: Nvidia RTX 5070 Ti
Prozessor: Intel Ultra 9 275HX
Speicher: 1 TB SSD, 32 GB RAM

Wer ein wenig mehr Leistung haben möchte und dennoch ein eher schlankes Notebook bevorzugt, für den könnte das PREDATOR HELIOS Neo 16S AI etwas sein. Das S steht hierbei für Slim und bedeutet konkret, dass das gute Stück 18,9 mm in der Höhe misst und 2,3 Kilo auf die Waage bringt. Das ist vor allem in Anbetracht der sehr potenten RTX 5070 Ti eine gute Balance zwischen Leistung und Größe. Das Display kann zudem mit hohen 240 Hz auftrumpfen! Das passt auch gut zu der Marke PREDATOR, welche die Games-Sektion des bekannten Herstellers ACER ist. Anders als bei den anderen beiden Laptops in unserer Auswahl hat PREDATOR einen Prozessor von Intel verbaut. Der Speicher lässt sich auf 64 GB Arbeitsspeicher und eine 2 TB SSD ausbauen. Vor allem das Display konnte punkten. Die Helligkeit ist sehr hoch und geht über 600 cd/m2, was einen schönen HDR-Effekt mit sich bringt. Zudem ist der Kontrast mehr als nur überzeugend, was jedoch bei OLED-Displays erwartet werden kann.
Bei CLAIR OBSCUR erreichten wir in den meisten Szenen bei hohen Grafikeinstellungen solide 100 FPS, mit aktiviertem DLSS 4 und Frame Generation kamen wir auf über 140 Hz. Um die 240 Hz auszunutzen, muss man entsprechend die Auflösung runterregeln, was jedoch den optischen Effekt des schönen Spiels schmälert und eher für kompetitives Gaming zu empfehlen ist. Alles in allem waren wir sehr angetan von dem HELIOS Neo 16S AI, vor allem in Verbindung mit dem hochwertigen und hellen Display!
RAZER BLADE 16
Hersteller: RAZER
Display: 16“ OLED, WQXGA+ (2.560 x 1.600), 240 Hz
Grafikkarte: Nvidia RTX 5080
Prozessor: AMD Ryzen AI 9 365
Speicher: 1 TB SSD, 32 GB RAM

In eine ähnliche Kerbe wie das ProArt P16 schlägt das RAZER BLADE 16. Auf den ersten Blick wirken beide schick, schlicht in schwarzem Aluminium gehalten und vor allem schlank. Während ProArt dem Namen nach eher Creators und professionelle Nutzer ansprechen soll, handelt es sich bei der Marke RAZER um waschechte Zocker-Hardware inklusive mannigfaltiger Peripherie. Auch die äußeren Spezifikationen ähneln stark dem P16. Das Gewicht von 2,09 Kilo dürfte in den meisten Händen keinen spürbaren Unterschied machen, und die Höhe ist sogar identisch mit dem Creator-Pendant. Ein echtes mobiles Leichtgewicht also!
Im Inneren merkt man dann aber doch den Unterschied. Denn ein 240-Hz-Display ist vor allem für Gamer wichtig. Und auch eine Konfiguration bis hin zu dem Flaggschiff in Form der RTX 4090 ist möglich. Für viele dürfte allerdings eine RTX 4080 der Sweet Spot in Sachen Preis/Leistung sein, denn für die höchste Konfiguration werden gut 1.000 Euro mehr fällig. HELLBLADE II lief in der neuen Einstellung „Sehr Hoch“ und bei aktiviertem DLSS 4 inklusive Multi Frame Generation in unserer Testsequenz über der 120-FPS-Marke. Nvidias REFLEX-Technologie hat die Latenz zudem verringert, sodass ein flüssigeres Spielerlebnis merkbar war. Mit dem RAZER BLADE 16 und der RTX 4080 hatten wir insgesamt das stärkste Erlebnis, auch wenn die Unterschiede nur gering waren. Um sich für einen Laptop zu entscheiden, dürften für die meisten vor allem der Preis und die Anwendungsbereiche interessant sein. In Sachen Abmessungen, Gewicht und letztlich Mobilität können alle drei Laptops ordentlich punkten! (Felix Heß)
Fazit: Gaming-Laptops sind dank der neusten Grafikkarten nicht nur leistungsfähig geworden, sie sind sogar extrem schlank geworden!

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