(OT: THE SHALLOWS)

Regie: Jaume Collet-Serra / USA 2016 / 87 Min.

Darsteller: Blake Lively

Produktion: Lynn Harris, Matti Leshem

Freigabe: FSK 12

Verleih: Sony

Start: 25.08.2016

 

Wenn man einen spannenden Film aus nur wenigen Komponenten kreiert, dann müssen diese Einzelteile natürlich umso besser funktionieren. PHONE BOOTH hat es vorgemacht und BURIED auch, und zudem hat Regisseur Jaume Collet-Serra mit ORPHAN und UNKNOWN IDENTITY bewiesen, dass er Geschichten packend erzählen kann.

RI_0200822_r_700 

In THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE erlebt eine junge Frau den wahren Albtraum aller, die DER WEISSE HAI schon vergessen haben. Nancy (Blake Lively) besucht eine entlegene Bucht in Mexiko, um dort ein paar Stunden zu surfen. Dieselbe Bucht hat auch ihre mittlerweile verstorbene Mutter besucht, als diese mit Nancy schwanger war, und so soll der Trip für die Hobbysurferin körperliche und geistige Entspannung bringen. Damit ist es schnurstracks vorbei, als Nancy in der Bucht von einem Hai attackiert wird. Verletzt kann sie sich auf einen kleinen Felsen retten. Doch der Weg zum Land ist weit, die wenigen anderen Surfer haben den Strand bereits verlassen, und die kommende Flut droht den schutzgebenden Felsen zu überspülen, den sich die Verletzte mit einem anderen Opfer des Hais auch noch teilen muss: einer Möwe.

 DF07024_r_700

Von dieser Situation ausgehend erlebt man als Zuschauer von THE SHALLOWS über weite Strecken eine spannende Odyssee des Überlebens. Was der Film jedoch nicht abschütteln kann, ist sein Bemühen, krampfhaft hip und modern sein zu wollen, vermutlich als Anbiederung an das Zielpublikum. Flankiert wird die Erzählung nämlich von einer Exposition, die zwar mit schönen Bildern aufwartet, aber auch zugekleistert ist mit einem Soundtrack für Sauftourismus (schön viel „Utz-Utz“-Mucke) und in der der spanische Regisseur diesen ekelhaften Trend (den er schon in NON-STOP verwendete) fortführt, geschriebene SMS für den Zuschauer sichtbar auf die Leinwand zu pappen.

DF-06220_r_THESHALLOWS_700