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VIENNALE 2025

Eine Rückschau von Patrick Winkler

Entsprechend dem lokalen „Schmäh“ – oder manchmal auch „Grant“ – ist Wien eine selbstbewusste Stadt, und das nach ihr benannte Filmfestival braucht sich mit den Giganten der Arthouse-Szene in Berlin oder Cannes nicht zu messen. Die Viennale vergibt auch keine großen Preise, aber erfreut sich gerade deshalb als Publikumsfestival seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. 2025 sind mehr als 200 Langfilme in fünf schönen Innenstadtkinos zu sehen, die Wege sind kurz, und das herbstliche Wetter lädt gerade dazu ein, sich in den Kinosessel zu kuscheln, aber ist zugleich auch noch schön genug, um sich nach dem Film draußen ausführlich auszutauschen. Festivaldirektorin ist seit sieben Jahren Eva Sangiorgi, der neue Festivalpräsident ist seit diesem Jahr der deutsche Regisseur Christian Petzold, der dem verstorbenen österreichisch-amerikanischen Filmproduzenten Eric Pleskow (1924–2019) folgt.

Christian Petzold – Foto von Roland Ferrigato

Schelmisch erklärt Petzold bei der Eröffnung, was ein Festivalpräsident genau mache, wisse eigentlich niemand, aber in jedem Fall liefert er dieses Jahr den Eröffnungsfilm: MIROIRS NO. 3 (der Titel basiert auf einem Klavierstück des Komponisten Maurice Ravel) ist nach einer Idee während der Dreharbeiten zu Petzolds letztem Film ROTER HIMMEL (2023) entstanden: Die junge Pianistin Laura (Paula Beer) wird in einen Autounfall auf dem Land verwickelt, bei dem ihr Freund stirbt. Die Ersthelferin vor Ort ist Betty (Barbara Auer), die in unmittelbarer Nähe lebt. Zwischen den beiden entsteht schnell eine Freundschaft, denn auch Betty hat Verlust erlitten, den Tod ihrer Tochter durch Suizid. Und genau deswegen sind ihr Mann und ihr Sohn (Matthias Brandt und Enno Trebs) auch misstrauisch, als Laura plötzlich Teil ihrer Familie zu sein scheint. Petzolds Film ist ein stilles Drama, kurzweilig erzählt, mit angenehmen Momenten unaufdringlichen Humors. Kein Magnum Opus, aber ein kleiner Film, der einmal mehr das Können des Filmemachers unter Beweis stellt.

MIROIRS NO. 3

Seit Richard Linklater auf der Viennale 1993 DAZED & CONFUSED vorstellte, ist der US-Regisseur mit seinen Filmen Stammgast in Wien. Und nicht nur das: Nach seinem Besuch mit oben genanntem Film drehte er mit BEFORE SUNRISE (1994), einen der schönsten Filme über die österreichische Hauptstadt überhaupt. Dieses Jahr ist Linklater gleich doppelt in Wien vertreten:

Nouvelle Vague, Richard Linklater, Frankreich 2025, V’25 Features

In NOUVELLE VAGUE zeichnet er die Dreharbeiten zu Jean-Luc Godards einflussreichem AUSSER ATEM (1960) komplett in Französisch und in der Linklater-typischen Art als dialoggetriebenen Film mit langen Einstellungen nach. Was damals in seiner Machart revolutionär war (keine Proben, Originalschauplätze, Handkamera), zelebriert Linklater als liebevolle Hommage an die Kunst des Filmemachens. Und zugleich verweist er in Zeiten aufwendiger und überteuerter Produktionen darauf, dass es nicht viel braucht, um einen guten Film zu machen – solange die Leidenschaft stimmt.

Blue Moon, Richard Linklater, USA/Irland 2025, V’25 Features

Der zweite Film von Linklater auf der Viennale 2025 ist BLUE MOON, das tragikomische Porträt des exzentrischen Liedertexters Lorenz Hart (1985–1943). Der erlebt in einer Nacht wenige Monate vor seinem Tod mit, wie seinem ehemaligen Songwriting-Partner Richard Rodgers (Andrew Scott) mit seinem Musical „Oklahoma!“ ein – von Hart verhasster – gigantischer Erfolg bevorsteht. Ethan Hawke brilliert in der Hauptrolle, als er über die Kunst und die Liebe schwadroniert, in Gegenwart des befreundeten Barkeepers (Bobby Cannavale) und der angehenden Theatermacherin Elizabeth (Margaret Qualley), in die der bisexuelle Hart verliebt ist. Einmal mehr ist es einfach beeindruckend, wie Linklater in einem kammerspielartigen Setting mit wenigen Figuren und dominanten Dialogen keine Sekunde der Ermüdung aufkommen lässt.

Das Verschwinden des Josef Mengele, The Disappearance of Josef Mengele, Kirill Serebrennikov, Frankreich/Deutschland 2025, V’25 Features

Ein „Biopic“ der ganz anderen Art ist DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE (hier ein langes Review) von Kirill Serebrennikow mit August Diehl in der Hauptrolle. Der Film zeichnet die Flucht und das Leben bis zum Tod des NS-Verbrechers nach, der vor allem in den ersten Jahren seiner Flucht immer wieder unter seinem richtigen Namen nach Deutschland reisen konnte. Kurz vor seinem Tod Ende der 1970er-Jahre ist die Situation anders. Mittlerweile lebt er versteckt in Brasilien, und als ihn sein entfremdeter Sohn Rolf (Max Bretschneider) besucht, muss dieser unter falschem Namen reisen, um überhaupt ins Land zu kommen. Auch wenn sich der Film nach einem spannenden Auftakt etwas in zu langen Monologen Mengeles über dessen Verbrechen verzettelt, betont er doch – zumindest in der Version dieses Films – deutlich: Auch wenn Mengele nie für seine Gräueltaten Reue zeigte oder sich gar verantworten musste, ein „Sieg“ waren seine Flucht und sein Leben in Unfreiheit (zum Glück) nicht.

In die Sonne schauen, Sound Of Falling, Mascha Schilinski, Deutschland 2025, V’25 Features

Einen anderen Blick auf deutsche Geschichte bietet das bei den Festspielen in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnete Drama IN DIE SONNE SCHAUEN von Mascha Schilinski. Die Regisseurin bezeichnet die Viennale als das beste Filmfestival der Welt, und konsequenterweise frisst ihr das Publikum aus der Hand, als sie erklärt, ihren Film mehr als Emotion zu rezipieren denn als narrative Erzählung. Tatsächlich ist der Blick des in 4 : 3 fotografierten Werkes zunächst etwas eingeschränkt: Es wird die Geschichte von vier Familien erzählt, die in unterschiedlichen Zeiten der letzten 120 Jahre im selben Haus gelebt haben. Und genau darin liegt die Brillanz von Schilinskis Film. In der Zeit des Ersten Weltkriegs ist das Haus ein Bauernhof, der die wirtschaftliche Grundlage der ganzen Großfamilie bietet und wo der Sohn schon mal verstümmelt wird, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen. Im Zweiten Weltkrieg fühlt sich eine Heranwachsende von ebenjenen vermeintlich kriegsversehrten Verwandten angezogen, während in der Zeit der DDR eine lebenslustige junge Frau Opfer ihres übergriffigen Onkels wird. Die Familie in der Gegenwart möchte den verfallenen Hof schließlich renovieren, verbringt dazu einen langen Sommer, der mehr wie ein Urlaub anmutet, in dem Haus, während die Tochter in Träumen von der Vergangenheit des Hofs heimgesucht wird. IN DIE SONNE SCHAUEN ist ein Film über deutsche Geschichte aus der Sicht von mehreren jungen Frauen über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren, dem es jedoch gelingt, trotz der vermeintlichen Eingeschränktheit des einen Ortes unglaublich viel über das Land auszusagen, in dem er spielt.

Urchin, Harris Dickinson, Vereinigtes Königreich 2025, V’25 Features

In URCHIN von Harris Dickinson spielt Mark Dillane (FEAR THE WALKING DEAD), der in der Cannes-Sektion „Un Certain Regard“ ausgezeichnet wurde, den obdachlosen Junkie Mike, der durch einen Beschaffungsraub im Gefängnis landet. Entlassen und clean, versucht er, sein Leben zu organisieren, und trifft auf eine lebensfrohe und unangepasste Frau (Megan Northam). Doch nach all den Jahren am Rande der Gesellschaft ist ein „normales“ Leben für Mike kaum noch erreichbar. Mit tragischer Konsequenz erzählt Dickinson in diesem packenden Drama vom Strudel der menschlichen Selbstzerstörung, den Dillane mit vollem körperlichem Einsatz darstellt.

Un poeta, A Poet, Simón Mesa Soto, Kolumbien/Deutschland/Schweden 2025, V’25 Features

Eine völlig andere Form der gesellschaftlichen Ausgrenzung erlebt der erfolglose Dichter Óscar Restrepo (Ubeimar Rios) in kolumbianischen Film UN POETA. Er lebt bei seiner Mutter, säuft zu viel, bis ihn seine Familie zwingt, einen Job als Lehrer anzunehmen. Dort trifft Óscar auf die talentierte Schülern Yurlady (Rebeca Andrade), der er zur Teilnahme an einem Poesiewettbewerb verhilft. In Simón Mesa Sotos Film geht dieser Versuch Óscars, als Mentor an vergangene Erfolge anzuknüpfen, nur eine Zeit lang gut. Der sympathische Tollpatsch gerät von einem Ungeschick ins nächste – was UN POETA als trockene Realsatire unterhaltsam, aber auch immer emotional erzählt.

Mother’s Baby, Johanna Moder, Österreich/Schweiz/Deutschland 2025, V’25 Features Marie Leuenberger, Claes Bang

Die österreichische Filmemacherin Johanna Moder erzählt in MOTHER’S BABY den Albtraum vieler (werdender) Mütter: Julia (Marie Leuenberger) ist 40, und als sich der lang gehegte Kinderwunsch mithilfe des charmanten Dr. Vilfort (Claes Bang, u. a. THE SQUARE, NORTHMAN) endlich erfüllt, gelingt es Julia nicht, zu ihren Neugeborenen eine emotionale Bindung aufzubauen. Was als Drama – mit einer unfassbar intensiven Geburtsszene – beginnt, wird zum waschechten Thriller, in dem Julia nach und nach herausfindet, was für ein Spiel in Dr. Vilforts Klinik getrieben wird.

Patrick und Claes Bang

Einen ähnlichen postnatalen Absturz erlebt auch Hollywoodstar Jennifer Lawrence in DIE MY LOVE von Regisseurin Lynne Ramsay. Die erfolgreiche Schriftstellerin Grace zieht mit ihrem Partner Jackson (Robert Pattinson) in ein einsam gelegenes Haus in der Nähe von Jacksons Mutter (Sissy Spacek).

Die, My Love, Lynne Ramsay, Kanada 2025, V’25 Features

Nach der Geburt des gemeinsamen Kindes erlebt Grace einen einzigen scheinbar endlosen Nervenzusammenbruch, bei dem sie Jackson Untreue vorwirft, vom Sex mit dem Nachbarn (Lakeith Stanfield) fantasiert und bei dem der Versuch, ihre Beziehung durch eine schnell realisierte Hochzeit zu retten, krachend scheitert. DIE MY LOVE ist eine feministische Absage an alles Romantische, mit viel (nacktem) Körpereinsatz von Hauptdarstellerin Lawrence – über die Dauer von fast zwei Stunden aber auch ein verdammt anstrengendes, weil sich oft wiederholendes Stück Film.

Paternal Leave – 3 Tage Meer

Eine ganz andere Art von Elternteil ist Luca Marinelli als Paolo in PARENTAL LEAVE – 3 TAGE MEER: Er ist einfach gar nicht da. Und so reagiert er umso überraschter, als plötzlich seine 15-jährige Tochter Leo (Juli Grabenhenrich), die bei ihrer Mutter in Deutschland lebt, ihn in seinem – nach Saisonende leeren – Strandbad in Italien besucht. Doch Paolo versucht gerade, die Beziehung zu einer anderen Frau und Tochter zu kitten, da kommt ihm Leos Besuch nicht gerade recht, was er sie auch deutlich spüren lässt. Aber Leo ist kein kleines Kind mehr und selbstbewusst genug, um ihren (biologischen) Vater aus der Reserve zu locken. Der Debütfilm von Regisseurin und Drehbuchautorin Alissa Jung lief bereits auf der diesjährigen Berlinale und wird vor allem vom einnehmenden und intensiven Spiel ihrer jungen Hauptdarstellerin Juli Grabenhenrich getragen, deren Leistung umso beeindruckender ist, da sie vor den Dreharbeiten keinerlei schauspielerische Erfahrung vorzuweisen hatte.

Bugonia, Yorgos Lanthimos, Vereinigtes Königreich 2025, V’25 Features Emma Stone stars as Michelle Fuller in director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

BUGONIA (hier ein längeres Review) von Yorgos Lanthimos ist wenig überraschend einer der publikumsstärksten Filme der diesjährigen Viennale, zumal der Regisseur mit Emma Stone nicht nur zum vierten Mal zusammenarbeitet, sondern auch die Schlagzahl seiner Filme auf Jahresrhythmus erhöhen konnte. In dieser Science-Fiction-Satire spielt Stone die erfolgreiche Unternehmerin Fuller, die von zwei Verschwörungstheoretikern (Jessie Plemons und Aidan Delbis) entführt wird, die sie für die Anführerin einer Alien-Spezies halten, die plant, die Erde zu erobern. BUGONIA ist das Remake eines südkoreanischen Films (SAVE THE GREEN PLANET von 2003, Regie: Jang Joon-hwan) und arbeitet gekonnt, unterhaltsam und zeitweise ziemlich brutal vielschichtige Gesellschaftskritik ein. Nach dem eher mäßig aufgenommenen KINDS OF KINDNESS (2024) lässt BUGONIA die aus dem vollen Kinosaal kommende Arthouse-Crowd zufrieden zurück.

Roofman, Der Hochstapler, Derek Cianfrance, USA 2025, V’25 Features

Ideal für einen gemütlichen Herbstnachmittag im vollen Festivalkino ist der zugängliche ROOFMAN von Derek Cianfrance. Channing Tatum spielt darin einen erfolglosen Ex-Offizier, der in Finanznöte gerät. Da er für seine Tochter ein guter Vater sein will, raubt er zunächst mehrere McDonald’s-Filialen aus, indem er über das Dach einsteigt. Als er dabei erwischt wird und im Gefängnis landet, bricht er aus und versteckt sich mehrere Monate in einer Toys-“R“-Us-Filiale. Tagsüber baut er sich – mehr zufällig als geplant – ein zweites Leben in einer nahe gelegenen Kirchengemeinde auf, das fast schon zu schön ist, um wahr zu sein. Der auf realen Ereignissen basierende ROOFMAN ist herzerwärmend und tragikomisch zugleich und bis in die Nebenrollen (Kirsten Dunst, Ben Mendelsohn und Peter Dinklage) toll besetzt.

White Snail, Elsa Kremser, Levin Peter, Österreich/Deutschland 2025, V’25 Features

In eine völlig andere Welt entführt WHITE SNAIL von Elsa Kremser und Peter Levin. In Minsk bereitet sich Masha (Marya Imbro) auf eine Karriere als Model vor, während Misha (Mikhail Senkov) nachts im Leichenschauhaus arbeitet und tagsüber seine Eindrücke in seinen Gemälden verarbeitet. Die beiden unterschiedlichen Außenseiter fühlen sich auf eine sehr behutsame Weise zueinander hingezogen. Das Regieduo, das bisher vor allem durch den liebevollen Hunde-Dokumentarfilm SPACE DOGS (2019) auf sich aufmerksam machte, erzählt eine ruhige Liebesgeschichte von zwei Menschen inmitten des belarussischen Unrechtsregimes, ohne zu politisieren. Und dennoch ist das Bedürfnis nach Liebe in WHITE SNAIL zwischen der Welt der Models, der Toten und der Unfreiheit ein umso verständlicheres.

The Souffleur, Gastón Solnicki, Österreich/Argentinien 2025, V’25 Features

Ein kleiner Film ist dann das Star-Highlight der diesjährigen Viennale, denn Hollywoodlegende Willem Dafoe kommt extra von den Dreharbeiten zu Robert Eggers’ neuem Film WERWOLF (geplanter Kinostart Ende 2026) für 24 Stunden aus London nach Wien, um bei der Premiere von THE SOUFFLEUR persönlich anwesend zu sein. Unter der Regie des Argentiniers Gastón Solnicki spielt Dafoe den Manager eines renommierten Wiener Hotels, dessen Abriss bevorsteht, gegen den sich der Geschasste in einem persönlichen Rachefeldzug zu Wehr setzt. Der schwarzhumorige, bewusst improvisiert wirkende Film ist ein ungewöhnliches Porträt der Viennale-Stadt, in dem das betreffende Hotel seit Jahren auch das des Festivals ist. Und tatsächlich steht ein umstrittener Abriss/Umbau des Gebäudes aktuell im Raum, um ein hochmodernes Areal zu errichten, das jedoch den Unesco-Weltkulturerbe-Titel Wiens gefährdet.

Patrick und Willem Dafoe

Mit RAW (2016) und TITANE (2021) ist Julia Ducournau eine der spannendsten zeitgenössischen RegisseurInnen Frankreichs, ein ähnlicher Aufstieg wie der Coralie Fargeats (THE SUBSTANCE) wäre mehr als verdient. Ihr neuer Film ALPHA, der am letzten Festivalwochenende in Wien Premiere hat, geht jedoch einen sehr mutigen Weg. Der Lärm und das Schrille ihrer ersten beiden Filme sind einer unangenehmen Ruhe gewichen. ALPHA erzählt vom gleichnamigen Mädchen (Mélissa Boros), dessen älterer Bruder (Tahar Rahim) sich als Drogenkranker im französischem Le Havre der 80er-Jahre mit HIV infiziert hat. Für die gemeinsame Mutter, eine Ärztin (Golshifteh Farahani), die mit Viruserkrankungen arbeitet, wird die Sache noch viel schlimmer, als Alpha mit einem tätowierten „A“ am Arm auftaucht, eine Verletzung, die nicht zu bluten aufhört und dazu beiträgt, dass sie in der Schule noch mehr gemobbt wird. Auch wenn der (Body-)Horror im Vergleich zu Ducournaus bisherigen Filmen deutlich geringer ausfällt, gelingt es der Regisseurin dennoch, ein greifbares Drama zu erzählen, das die gesellschaftliche Überforderung mit der damals aufkommenden Immunschwächekrankheit AIDS (eine Bezeichnung, die, ebenso wie HIV, im Film kein einziges Mal fällt) im Kern hat. (Patrick Winkler)

https://www.viennale.at/de

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