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WEEKEND OF FEAR 2016

WoF2016_Plakat

Am 6. und 7. Mai war es wieder so weit: Das Weekend of Fear öffnete zum nunmehr 19. Mal seine Pforten für alle Freunde der abseitigen Filmkunst und war dabei bereits Wochen vor dem eigentlichen Termin ausverkauft. Überhaupt kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich das Festival immer größerer Beliebtheit erfreut und selbst Menschen aus dem äußersten Westen der Republik die Reise ins fränkische Erlangen antreten lässt. Recht so, denn neben der amtlichen Filmdröhnung bietet das WoF eine freundlich-familiäre Atmosphäre, die man bei den großen Mainstreamfestivals vergeblich sucht. Daher wundert es auch nicht, dass im Anschluss an das Festival die Publikumsreaktionen auf den bekannten Social-Media-Plattformen konstant im Bereich „positiv“ bis „überschwänglich“ zu verorten waren.

Last-Girl-Standing 03
LAST GIRL STANDING

 

Als Neuerung präsentierte das Festival dieses Jahr einen zweiten Vorführraum, wodurch dem Publikum eine Alternative zu den Filmen im Kinosaal geboten werden sollte. Sicherlich eine gute Idee, welche allerdings von den Zuschauern erst nur spärlich angenommen wurde, was vielleicht auch daran lag, dass das Programm von „Raum 2“ im Festivalprogrammheft nur durch die Nennung der jeweiligen Filmtitel bedacht wurde. Ein Umstand, der sich im kommenden Jahr ändern soll.

 La Cara Del Diablo Poster

 

Das diesjährige Filmprogramm startete dann mit NOSFERATU, einem weiteren abgefilmten Theaterstück von Jörg Buttgereit. Was vor drei Jahren als Experiment begann, hat sich mittlerweile, dank des hervorragenden Publikumszuspruchs, zu einem festen und exklusiven Bestandteil des Weekend-of-Fear-Programms gemausert. Neben den regulären Theateraufführungen von Buttgereits Stücken am Theater Dortmund gibt es diese filmische Zweitverwertung ausschließlich hier zu sehen!

Saint Frankenstein - Melanie Gaydos as Shelley
SAINT FRANKENSTEIN

 

Mit DUSK folgte ein Thriller amerikanischer Herkunft. Viel verraten kann man hier wirklich nicht, da sonst die komplette Spannung flöten geht. Nur so viel: Ein Mann erwacht und stellt fest, dass seine Gattin verschwunden ist. Was auf den ersten Blick wie eine handelsübliche Entführung aussieht, entpuppt sich jedoch alsbald als etwas völlig anderes … Alles in allem ein ganz hervorragender Film, der Ende Mai in den USA auf DVD/BD erscheint und hoffentlich auch hierzulande bald eine Auswertung erfährt.

 

Mit BITTERSWEET REVENGE stand dann eine Independentproduktion aus deutschen Landen auf dem Programm. Wie der Titel schon erahnen lässt, ein Rachethriller, der in vielerlei Hinsicht jedoch deutlich Luft nach oben aufweist und beim Publikum auf eher suboptimale Reaktionen stieß.

 

Doch die Laune des Publikums wusste der folgende Streifen HEADLESS wieder aufzupäppeln, denn der Titel ist hier Programm. In bester 80er-Jahre-Splatter-Manier spritzt und sprudelt der rote Lebenssaft, dass es nur so eine Freude ist. So etwas funktioniert auf Festivals zu späterer Stunde immer!

 

Den Abend beschloss mit LA CARA DEL DIABOLO ein peruanischer (!) Geisterfilm mit ordentlich Trash-Appeal.