20. bis 23. November 2025
Licht aus, Vorhang auf: Die dritte Ausgabe des WEIRD WEEKENDER steht vor der Tür!
2022 spendierten die Macher der monatlichen WEIRD WEDNESDAY 0711-Reihe zum ersten Mal ein langes Wochenende. Auch das selbstverständlich in den Stuttgarter Innenstadtkinos, und natürlich nicht weniger schräg. Und eh man sich versieht, ist das Kind schon drei – und hat keinerlei Grund, weniger wild zu werden.
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Mehr InformationenWie schon in den Jahren zuvor wartet ein fein aufeinander abgestimmtes Programm auf alle Genreliebhaber:innen, die sich auf den Weg in Ländle machen werden, sofern sie nicht eh dort wohnen. Nicht weniger als acht Deutschlandpremieren und eine Europapremiere flattern über die Leinwand, Kurzfilme gibt’s ebenfalls und nun auch zwei Jury-Preise, die sich zum Publikumspreis gesellen. Das Besondere (und Schöne) daran: Bei den Kandidaten der Offical Selection handelt es sich fast ausschließlich um Indie-Produktionen, die aus aller Herren Länder stammen.
Diese Liebe zum Underground spiegelt sich unter anderem in Festival-Beiträgen wie I FELL IN LOVE WITH A Z-GRADE DIRECTOR IN BROOKLYN wider. Die japanisch-US-amerikanische Co-Produktion sollte das Herz aller, die in den 1980ern schon von Horror-Leidenschaft erfasst waren, wohlig pochen und nostalgisch an die Zeit zurückdenken lassen, als Budget Nebensache und Troma das Ding war. Worum es geht? Um Liebe, was sonst! An der zweifelt die berühmte japanische Schauspielerin Shina, die in einer Sinn- und Schaffenskrise steckt und sich von einer Reise nach New York neue Impulse verspricht. Dort angekommen verliert sie erstmal Lust, dann Boyfriend, dann Koffer – und versackt in einer Kneipe (in die man gern mal gehen möchte!), wo sie auf den No-Budget-Regisseur Jack trifft, der sich ihrer Popularität nicht bewusst ist und den Star prompt in seinen neuen Film quatscht. Denn wer wäre besser für den in einen Serienkiller verliebten Geist geeignet als eine schöne Japanerin? I FELL ist ein supersüßes, ehrliches Loblied an die Kreativität, an die Inbrunst, die Filmemachen bedeuten kann – und die es wert ist bewahrt zu werden.

Leidenschaft ist auch bei MEAT KILLS Thema. Wenn auch auf ganz andere Weise: Junge Aktivist:innen kämpfen gegen Tierleid, brechen in eine Schweinefarm ein, um die furchtbaren Missstände aufzudecken und anzuprangern – und werden erwischt … Die Situation eskaliert, und das gewaltig. Gore-Effekte, ambivalente Charaktere und Ansichten, die Meilen voneinander entfernt sind, prallen aufeinander. Kreative Kills, Blut und ordentlich Tempo – die französische Terrorwelle lässt grüßen.

Wem es nach weniger Grimmigkeit ist, der kann abbiegen Richtung OPERATION: TACO GARY’S: Dass Roadtrips plangemäß verlaufen … nee! Kann nicht sein, soll’s auch nicht, denn nur dann kommen Actionkomödien wie diese heraus, die Aliens, Kopfgeldjäger und Promis in eine global Verschwörung kloppen und Lachflashs garantieren sollten. Absurd, schräg und herrlich albern. Und natürlich ein bisschen drüber. Gut so!

Neben diesen drei herausgepickten Langfilmen fahren die WWIFFS-Macher traditionell als Startschuss zwei Klassiker auf. Frisch restauriert und als Matinee am Samstag und Sonntag: die Sci-Fi-Western-Psych-Opera SPACE ADVENTURE COBRA: THE MOVIE und den dem gotischen Grusel verschriebenen MALPERTUIS von Harry Kümel.
Und ebenfalls erwähnt werden sollte die Doku THEATRE OF HORRORS: THE SORDID STORY OF PARIS’ GRAND GUIGNOL, deren Regisseur David Gregory anwesend sein wird und sich in Begleitung von Filmjournalist und Buchautor Stephen Thrower Fragen und Plausch stellen wird.

Langes WE im Stuttgart? Aber gern doch! Wenn’s WEIRD wird, lohnt es auf jeden Fall.
Mehr Infos zu allen Filmen und zum Ticketing findet ihr hier.

