Regie: John R. Leonetti / USA, Kanada 2017 / 90 Min.

Darsteller: Joey King, Ryan Phillippe, Ki Hong Lee, Mitchell Slaggert, Shannon Purser, Sydney Park, Elisabeth Röhm, Josephine Langford, Alexander Nunez

Produktion: Sherryl Clark

Freigabe: FSK 16

Verleih: splendid film

Start: 27.07.2017

 

„Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ – auf kaum einen trifft dieser Zuruf besser zu als auf John R. Leonetti, der für seine Kameraarbeit an CONJURING – DIE HEIMSUCHUNG regelrecht auf Händen getragen wurde. Das ging sogar so weit, dass James Wan ihm die Inszenierung des ersten Spin-offs ANNABELLE überließ. Doch wenn sich der gefragte Kameramann selbst auf den Regieposten begibt, findet die Kritik dafür allenfalls durchschnittliche Worte. Das gilt für sein Debüt BUTTERFLY EFFECT 2 ebenso wie für den in diesem Jahr erschienenen düsteren Thriller WOLVES AT THE DOOR. Der Film, der sich mit einem der legendären Manson-Morde befasste, lief hierzulande völlig unter dem Radar und erntete ein miserables Feedback vonseiten der Journalisten. Doch wie man an dem Teenie-Horrorfilm WISH UPON sehen kann, gibt Leonetti nicht auf. Das Gute daran: Indem er im Grunde ein derzeit schlafendes Subgenre wieder aufweckt, steht sein neuester Genrestreich ohne größere Konkurrenz da; dass ANNABELLE im Vergleich zu CONJURING nur verlieren konnte, lässt sich fast schon unter „Pech“ verbuchen. Das weniger Gute: WISH UPON ist mit Sicherheit kein starker Vertreter des aktuellen Horrorkinos, denn wo der 61-jährige Filmemacher hinter der Kamera immer wieder neue, aufregende Blickwinkel findet, um eine gruselige Geschichte zu erzählen, greift er ausschließlich auf bekannte Versatzstücke zurück, wenn er die Geschichte selbst arrangieren muss. Immerhin: Wer noch nie zuvor einen Horrorfilm gesehen hat, dem bietet der andernfalls eher als morbide Komödie durchgehende WISH UPON einen kurzweilig-spaßigen Einstieg ins Genre.

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Die 17-jährige Clare Shannon (Joey King) und ihre Freundinnen Meredith (Sydney Park) und June (Shannon Purser) haben es an der Highschool nicht leicht. Clares Vater (Ryan Phillippe) schenkt ihr eines Tages eine alte Spieluhr mit einer Inschrift, die besagt, dass für den Besitzer der Uhr alle Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Clare hat nichts zu verlieren und spricht ihren ersten Wunsch aus. Zu ihrer Überraschung erfüllt er sich! Kurze Zeit später besitzt sie alles, was sie sich jemals erhofft hat: Geld, Ansehen und ihren Traumprinzen. Alles scheint perfekt zu sein. Doch dann sterben die Menschen, die ihr am nächsten stehen, auf grausame Art und Weise. Clare hat Blut an ihren Händen und muss die Spieluhr loswerden, bevor sie selbst und alle, die sie liebt, den ultimativen Preis zahlen müssen.

An WISH UPON wirkt nichts selbst ausgedacht. Sämtliche Aspekte der Handlung hat man so oder so ähnlich schon mal woanders gesehen. Entsprechend wenig überrascht es dann auch, dass (und vor allem wie) sich die von Hauptfigur Clare ausgesprochenen Wünsche schließlich gegen sie wenden; Drehbuchautorin Barbara Marshall (VIRAL) lässt ihre Hauptfigur nicht einfach nur ihre Wünsche aussprechen.