(OT: MAZE RUNNER: THE DEATH CURE)

Regie: Wes Ball / USA 2017 / 141 Min.

Darsteller: Dylan O’Brien, Kaya Scodelario, Thomas Brodie-Sangster u. a.

Produktion: Wyck Godfrey, Ellen Goldsmith-Vein, Lee Stollman, Daniel M. Stillman

Freigabe: FSK 12

Verleih: 20th Century Fox

Start: 01.02.2018

 

An der MAZE RUNNER-Reihe scheiden sich die Gemüter. Entsprungen ist das Franchise der tiefsten Hölle rund um dystopische Jugendliteratur. Eine Art filmischer Untoter der schleichenden Bauart, ein Monster wie aus Frankensteins Labor mit Ninja-Fertigkeiten: bestehend aus längst gesehenen Versatzstücken, aber so leise im Start, dass kaum einer mitbekommt, wenn der nächste Teil die Kinokassen klingeln lassen möchte. Grund dafür ist eine tiefe Durchschnittlichkeit von B-Format, besser als DIVERGENT, schlechter als DIE TRIBUTE VON PANEM.

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MAZE RUNNER – DIE AUSERWÄHLTEN IN DER TODESZONE kommt nun endlich in die lokalen Lichtspielhäuser. Über ein Jahr hinter dem Zeitplan aufgrund einer schweren Verletzung von Starmime Dylan O’Brien während der Dreharbeiten. Dafür geht es gleich in die Vollen. Nach einer gescheiterten Rettungsmission, um Minho (Ki Hong Lee) zu befreien, beschließen Thomas (O’Brien), Newt (Thomas Brodie-Sangster) und Konsorten, direkt ins WCKED-Hauptquartier einzubrechen. Zeitgleich tüftelt Teresa (Kaya Scodelario) noch immer an einem Gegenmittel für jene schreckliche Seuche, die alles ins Rollen brachte. Fairerweise planen all die Erkrankten vor den Mauern der Stadt, sich nicht länger die Füße platt zu treten, sondern lieber richtig Rabatz zu machen. Mit dem wunderbar über die Kante spielenden Walton Goggins als ihr Anführer Lawrence kann eigentlich nicht viel schiefgehen.

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Wie schon in DIE AUSERWÄHLTEN IN DER BRANDWÜSTE liegen auch im neuen MAZE RUNNER die Damen vorne. Kaya Scodelario als Teresa kann im neuen Teil sehr frei aufspielen und liefert gnadenvolle Nuancen. Aiden Gillen als Janson steht leider genau am anderen Ende der Skala in Sachen Performance. Rosa Salazar als die knallharte Brenda ist ebenfalls eine angenehme Abwechslung in dem männerlastigen Cast. Der Rest der Truppe versucht aus dem gegebenen Material das Optimum herauszuholen. Dylan O’Brien als Thomas wird auch mit dem jüngsten MAZE RUNNER nicht müde, an seiner Karriere zu feilen. Es scheint so, als hätte er sich zum Ziel gesetzt, ein guter Schauspieler mit schwachen Rollen in schwächelnden Filmen werden zu wollen. Offenbar ein Plan, der aufgeht. Das größte Problem der AUSERWÄHLTEN IN DER TODESZONE ist deckungsgleich mit dem der vorherigen MAZE RUNNER-Teile: Vieles will einfach keinen Sinn ergeben.