Hier erhältlich als E-Paper
Warenkorb

PARADIES FILM FESTIVAL 2018 IN JENA MIT ALDO LADO – EINE RÜCKSCHAU

Als man erstmals vom PARADIES FILM FESTIVAL und der Zusage Aldo Lados erfuhr, musste man unweigerlich mit dem Gedanken spielen, nach Jena zu reisen. Gesagt, getan, denn die Idee, die dahinter steckt – italienische Genre-Kost und DEFA-Filme (kurz für Deutsche Film AG) auf 35 mm zu zeigen –, lohnt allemal eine Reise in die Thüringer Universitätsstadt.

ein cooler Aldo Lado
Ein cooler Aldo Lado

Mein persönlicher Festivalstart war der Samstag, mit einem Giallo von Dario Argento: DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE. Wenn auch etwas weniger drastisch als in vielen seiner späteren Filme, konnte man bereits im Zweitwerk des römischen Horror-Meisters diverse Stilmerkmale finden, die im Laufe seiner Karriere immer wieder auftauchten. So zum Beispiel die Filmmusik von Maestro Ennio Morricone. 

Aldo Lado und Leonhard Elias Lemke
Aldo Lado und Leonhard Elias Lemke

Gegen 20:30 Uhr war es so weit: Der Filmgelehrte Pelle Felsch hielt eine interessante und mit eigenen Erfahrungen aus der (italienischen) Filmwelt gespickte Laudatio. Ehrengast Aldo Lado bekam den Preis für sein Lebenswerk von Veranstalter Leonhard Elias Lemke überreicht und zeigte sich sichtlich gerührt, dass sich “so viele junge Leute” für seine Filme interessieren und diese zu schätzen wissen. Passend zum Namen des Festivals war besagter Preis ein bronzener Faun, ein Fabelwesen aus dem Paradies, den der 83-jährige Lado erst mal mitnahm, um sich zu stärken.

paradiesische Flyer
Paradiesische Flyer

In der Zwischenzeit wurde Lados Debütfilm gezeigt: MALASTRANA, so der mysteriöse Name dieses ungewöhnlichen, ja einzigartigen Giallos. Die Veranstalter scheuten keine Kosten und Mühen, besorgten eine 35-mm-Kopie des Films aus Italien und projizierten auf eine extra gebaute kleine Leinwand deutsche Untertitel. Das nenne ich Liebe zum Detail.

 

Zu MALASTRANA selbst sei nur so viel gesagt: Schauplatz dieses hypnotischen Streifens ist Prag bzw. das namensgebende Viertel, welches immer noch etwas Geheimnisvolles, Anziehendes hat. Mit von der Partie sind Morricone am Dirigentenstab, Jean Sorel in der Hauptrolle, die schöne Barbara Bach, Ingrid Thulin, die deutsche Leinwandgröße Mario Adorf sowie Jürgen Drews in einer kleinen Rolle. 

 

Share on facebook
Share on twitter
Share on email

PARADIES FILM FESTIVAL 2018 IN JENA MIT ALDO LADO – EINE RÜCKSCHAU

Share on facebook
Share on twitter