Regie: Ron Howard / USA 2018 / 135 Min.

Darsteller: Alden Ehrenreich, Donald Glover, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Joonas Suotamo, Thandie Newton, Phoebe Waller-Bridge, Paul Bettany

Produktion: Kathleen Kennedy, Allison Shearmur, Simon Emanuel

Freigabe: FSK 12

Verleih: Disney

Start: 24.5.2018

 

Der letzte „reguläre“ STAR WARS-Film EPISODE VIII – DIE LETZTEN JEDI wurde ja, gelinde gesagt, „kontrovers“ aufgenommen. Als jemand, der den Film mochte und ihn in einer homogenen Linie mit dem sehr gelungenen Vorgänger EPISODE VII – DAS ERWACHEN DER MACHT sieht, fühle ich mich fast bemüßigt, SOLO – A STAR WARS STORY verteidigen zu müssen. Zugegeben, die Übernahme von Lucasfilm durch Disney kann man kritisch sehen, Disney ist das Nestle der Unterhaltungsindustrie, die fast schon Putin-artig fremdes Terrain annektieren, wie DIE SCHÖNE UND DAS BIEST oder DAS DSCHUNGELBUCH (für die Kleinen unter euch: die beiden Geschichten stammen nämlich gar nicht von Onkel Walt).

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Aber man muss Disney zugestehen, dass sie bei ihren STAR WARS-Filmen, vieles richtigmachen. Zunächst mal lassen sie talentierte, hungrige Filmemacher (J.J. Abrams, Gareth Edwards, und ja, ich meine auch Rian Johnson) ran, die aus der Fangeneration der Filme stammen, anstatt den müden George Lucas zu bemühen und lassen auch die alten Recken nicht unbedacht, wie Drehbuchautor Lawrence Kasdan oder Spielbergs Stammproduzentin Kathleen Kennedy.

 

Jetzt kann man, wie Hannah Pilarczyk in ihrer Kritik auf Spiegel online durchaus der Meinung sein, eine Figur wie Han Solo braucht keine auserzählte Vorgeschichte, weil die vielen Unklarheiten, wie der Wickel zwischen Solo und Lando, der Fantasie der Zuschauer überlassen sein sollten anstatt sie auszuerzählen, während dies bei einer zerrissenen Figur wie Darth Vader durchaus Sinn mache.

 

Aber auch bei Vader war das große Unbekannte der Reiz der Figur und die mühsame und lieblose Ausformulierung von dessen Vorgeschichte, gekrönt von der Fehlbesetzung Hayden Christensen in der Hauptrolle, muss man sich beim Binge-Watching der gesamten Filme-Reihe immer noch schönsaufen.

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Und sind wir sich mal ehrlich: Wäre ein Jar Jar Binks Spin-Off gewinnversprechend, Disney würde dem schneller grünes Licht geben, als Yoda „Viel zu lernen du noch hast“ sagen kann. Es ist also unvermeidlich dass Disney melken wird diese Kuh, da wir haben erwischt es bisher recht gut. (O-Ton Yoda)

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